Begriff und Hintergrund VJ’ing
VJ steht dabei nicht etwa als Abkürzung für Videojournalisten oder Videojockeys, wie man sie aus dem Musikfernsehen kennt, sondern für Visual Jockey.
VJs in diesem Sinne verstehen sich als Künstler. Ihre Arbeit ist vergleichbar mit der eines DJs und ebenso wie dieser sind sie überwiegend nachts in Clubs und bei Konzerten anzutreffen, mit dem Unterschied, dass sie Videos mixen anstelle von Platten oder CDs. Ähnlich jedoch wie bei der Show eines DJs entsteht ein eigenes Produkt, eine eigene künstlerische Interpretation.
Die Arbeitsweisen und Techniken sind dabei so zahlreich und verschieden wie die Musikstile verschiedener DJs. Angefangen von der Verwendung alten Videomaterials, sogenannter Found Footage Clips, bis hin zu aufwändig erstellten 2 und 3D Animationen und anspruchsvollen HD Aufnahmen, VJing ist eine lebendige Kunstform an der Schnittstelle zwischen Videokunst, Design, Film und optischer Raumgestaltung.
Die Geschichte des VJings ist eng verbunden mit der Entwicklung der elektronischen Musik. So ist auch die heutige Form der Visualisierung nach wie vor überwiegend im Kontext von Club und Konzerten zu finden. Jedoch haben sich zahlreiche künstlerische Praktiken abseits von Diskolicht und wummernden Bässen entwickelt.
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